>> zahnnotfall.
>> ausgeschlagener zahn.
> Sollte ein Zahn komplett ausgeschlagen sein, gelten folgende Grundsätze:
- die Wurzeloberfläche darf nicht austrocknen
- der Zahn muss sofort feucht gehalten werden
- die Wurzeloberfläche darf nicht berührt werden
- die Wurzeloberfläche darf nicht desinfiziert werden
Grundsätzlich können ausgeschlagene Zähne zurückgepflanzt werden und wieder normal einwachsen, allerdings darf ein Zahn nicht mehr als 20-30 Minuten trocken sein!
Ausgeschlagene Zähne müssen sofort gesucht und in eine Zahnrettungsbox eingelegt werden, diese ist rezeptfrei in jeder Apotheke erhältlich. Es sollte sofort eine Zahnarztpraxis oder eine Zahnklinik aufgesucht werden, der ausgeschlagene Zahn kann dort evtl. wieder zurückgesetzt und geschient werden.

> Sollte keine Zahnrettungsbox vorhanden sein:
- H-Milch: für begrenzte Zeit kann ein ausgeschlagener Zahn in Sterilmilch gelagert werden
- Kunststoff-Folie: Zahn zum Feuchthalten in Kunststoff-Folie (Gefrierbeutel usw.) einwickeln
- isotone NaCl-Lösung (Kochsalz): vom Apotheker oder Arzt, nicht selbst mischen
>> ankleben von abgeschlagenen bruchstücken.
Ist ein größeres Stück eines Schneidezahnes abgeschlagen, kann dieses oftmals mit Spezialkunststoff wieder am Zahn befestigt werden. Dies ist die schnellste und einfachste Möglichkeit, den Zahn wieder aufzubauen, deshalb sollen Zahnbruchstücke immer gesucht und zur Behandlung mitgebracht werden. Wenn die Bruchstücke austrocknen, halten sie schlechter und verfärben sich im Lauf der Zeit, deshalb die Bruchstücke immer feucht und keimarm, z.B. in der Zahnrettungsbox, transportieren.
>> herausgefallene füllung.
Falls eine Füllung locker ist oder bereits herausgefallen ist, so ist dies ärgerlich und unangenehm, stellt jedoch keinen wirklichen Notfall dar. Sollten Sie keine Schmerzen verspüren, können Sie in aller Ruhe einen Termin mit uns vereinbaren, um sich vor grösserem Schaden zu bewahren, bei dauerhaften Zahnschmerzen sollten Sie sich umgehend mit uns in Verbindung setzten.
>> herausgefallenes provisorium.
Sie können zunächst versuchen, das Provisorium mit ein wenig Zahnpasta zu füllen und es wieder auf den Zahn zu setzen, dann sollten Sie einen Termin vereinbaren. Wenn sie keine Schmerzen haben, sollte der Zahn trotzdem nicht lange unversorgt bleiben, da sonst der neue Zahnersatz eventuell nicht mehr passen könnte.
>> nachblutung nach operativem eingriff.
Sollte wider Erwarten eine Nachblutung auftreten, so legen Sie eine Mullbinde, notfalls ein frisches Stoff-Taschentuch, auf die Wunde und beissen so zu, dass der Stoff auf die Wunde gedrückt wird. Sie sollten sich nicht hinlegen, sondern sitzen. Wenn die Blutung nach 1 bis 2 Stunden nicht zum Stehen gekommen ist, setzen Sie sich mit unserer Praxis bzw. dem zahnärztlichen Notdienst in Verbindung, in keinem Falle sollten Sie spülen oder fortwährend ausspucken. Bitte nehmen Sie bei eventuell auftretende Schmerzen nach einem operativen Eingriff kein blutverdünnendes Aspirin (ASS).
